BMFSFJ-Tagung „Digitale Agenda für eine lebensWerte Gesellschaft“

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Auf Einladung des Bundesjugendministeriums machte das Gemeinschaftsprojekt jugend.beteiligen.jetzt am 29. Juni beim Fachtag den Bedarf nach Qualifizierung im Bereich digitaler Jugendbeteiligung deutlich.

Aktive des Fachtags, darunter Isgard Walla, Projektleiterin jugend.beteiligen.jetzt, mit Staatssekretär Kleindiek © BMFSFJ / Konstantin Gastmann
Aktive des Fachtags, darunter Isgard Walla, Projektleiterin jugend.beteiligen.jetzt, mit Staatssekretär Kleindiek © BMFSFJ / Konstantin Gastmann

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hatte zu der Fachtagung im Café Moskau in Berlin Akteur*innen aus allen gesellschaftlichen Bereichen eingeladen. Die Input-Geber*innen und viele der Gäste einte unter anderem der Anspruch, den digitalen Wandel zu gestalten und nicht nur auf ihn zu reagieren. jugend.beteiligen.jetzt brachte die Postionen des Gemeinschaftsprojektes dazu in den Workshops zu digitaler Beteiligung und Engagement im Netz ein.

Isgard Walla, Projektleiterin von jugend.beteiligen.jetzt, betonte in ihrem Eingangsstatement, dass es zur Gestaltung des digitalen Raums auch die Offenheit brauche, scheinbar Unmögliches anzudenken. Übersetzt auf digitale Jugendbeteiligungsprojekte hieße das, sich innerhalb des gesetzten Rahmens auf scheinbar unerfüllbare Wünsche und Forderungen der Jugendlichen einzulassen. „Scheiter heiter!“ heiße eine Maxime aus dem Improvisationstheater, die als Leitlinie dienen könne, denn allein für den Mut, neue Wege auszuprobieren, würden die beteiligten Akteur*innen mit Erkenntnissen belohnt.

Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, betonte den Stellenwert von Bürgerbeteiligung für die Entwicklung der Digitalen Agenda der Bundesregierung und des Bundesfamilienministeriums auf dem Podium.

Staatssekretär Kleindiek:

@BMFSFJ auf Twitter

In einem 26-seitigen Impulspapier (PDF) veröffentlichte das BMFSFJ zahlreiche Anregungen, die auf der Tagung diskutiert wurden. Auch Forderungen von jugend.beteiligen.jetzt setzen darin Schwerpunkte. So bestätigt das Papier, dass „lebendige Beteiligungskultur im Alltag von Jugendlichen und politischen Entscheidungsträgerinnen und  Entscheidungsträgern fest verankert“ werden soll, und ergänzt:

Jugendbeteiligung mit digitalen Methoden soll als Prinzip politischer Prozesse begriffen werden.

Impulspapier „Digitale Agenda für eine lebensWerte Gesellschaft“, S. 18

Das BMFSFJ bekennt sich in dem Impulspapier ferner zur Weiterentwicklung bestehender Ansätze und innovativer Lösungen wie der Projektplattform jugend.beteiligen.jetzt sowie zum Ausbau von entsprechenden Qualifizierungsangeboten. In diesem Kontext stieß in der Diskussion im Workshop die Pilot-Qualifizierung der WeTeK Berlin gGmbh in Zusammenarbeit mit jugend.beteiligen.jetzt und OSM@BB auf großes Interesse.

Das Thema ePartizpation verdiene im Rahmen der Jugendstrategie und bei der Umsetzung von Jugendbeteiligung besonderes Augenmerk, so lesen wir an anderer Stelle im Impulspapier. Antworten und Lösungen zu offenen Fragen und Instrumenten aus der digitalen Jugendbeteiligung ließen sich ferner auf andere zivilgesellschaftliche Bereiche übertragen.