Pilotqualifizierung „Praxis Digitale Jugendbeteiligung“ abgeschlossen

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Am Freitag, dem 19. Januar 2018 fand das letzte Modul der Pilot-Qualifizierung „Praxis Digitale Jugendbeteiligung“ statt. Die Fortbildung wurd duchgeführt von der WeTeK Berlin gGmbh in Kooperation mit jugend.beteiligen.jetzt, dem Projekt OSM@BB und dem JFF-BB e.V.

Einige Teilnehmende und Team-Mitglieder der Pilotqualifizierung (Foto: WeTeK Berlin gGmbH | CC BY 3.0 DE)
Einige Teilnehmende und Team-Mitglieder der Pilotqualifizierung (Foto: WeTeK Berlin gGmbH | CC BY 3.0 DE)

Die 16 Teilnehmenden hatten richtiges Glück, einen Platz bei der Pilotqualifizierung bekommen zu haben. Schließlich war die Fortbildung mit 23 Plätzen auf der Warteliste sehr gefragt.

Die Pilotqualifizierung war die erste mehrtägige Fortbildung auf Basis des namensgebenden Curriculums „Praxis Digitale Jugendbeteiligung“, welches jugend.beteiligen.jetzt im Sommer 2017 veröffentlicht hat. Der Pilot diente somit gleichsam als Praxistest für das Curriculum.

Praxistest erfolgreich

Das Fortbildungsteam hat zwar einige Änderungen gegenüber der veröffentlichten Curriculumsvariante vorgenommen, aber im Grundsatz hat die Anwendung des Curriculums funktioniert. In Evaluationsgesprächen zwischen jugend.beteiligen.jetzt und dem Team der Dozierenden haben wir sinnvolle Anpassungen identifiziert, die wir in Kürze auf der Curriculumsseite veröffentlichen werden.

Das Curriculum ist brilliant, was die methodische Vielfalt als auch den Detailreichtum und die Abfolge angeht.

Tanja Geserick, Planen mit Phantasie

Ein Teil der Pilotqualifizierung war die Entwicklung eines Konzepts für ein digitales Beteiligungsprojekt, welches die Teilnehmenden im Nachgang der Fortbildung umsetzen können. Während der insgesamt 10 Fortbildungstage brachten die Teilnehmenden ihre Erfahrungen in der Prozessmoderation aus unterschiedlichen Perspektiven und Professionen ein. Entsprechend vielfältig sind die Projektskizzen geworden, deren Umsetzung wir gespannt beobachten werden:

  • Online-Bedarfsabfrage der Jugendlichen in der Stadt Dessau-Roßlau
    Die Jugendförderung wird die über 1000 Kinder und Jugendlichen zu ihren Erwartungen und Wünschen an die kommunale Jugendhilfe befragen. Mit den Ergebnissen wird sich der Jugendhilfeausschuss der Stadt befassen.
  • Barcamps in den Berliner Bezirken Pankow und Lichtenberg
    Mit welchem Plan wollen Kinder und Jugendliche in den Bezirken gefördert werden? Jugendliche sollen hier Einfluss nehmen können auf die Ausgestaltung der bezirklichen Jugendförderpläne.
  • Schülerfirmenberatung in Brandenburg
    Im März 2018 ist eine Veranstaltung für Brandenburger Schülerfirmen geplant. Angedacht sind offene Themenrunden nach Barcamp-Vorbild oder eine Befragung mit tricider.
  • Digitalisierung eines Treffens kommunaler Kinder- und Jugendvertretungen in Schleswig-Holstein
    Bei diesem Treffen soll es einen Workshop zum Thema ePartizipation geben, bei dem die jugendlichen Teilnehmenden ihre Erfahrungen weitergeben und sich gegenseitig schulen. Ein Barcamp bietet sich bei der mehrtägigen Veranstaltung als offener Thementag an.
  • Digitalisierung einer Schüler*innenzeitung
    Die Arbeitsabläufe der Schüler*innenzeitung einer Oberschule in Niedersachsen sollen dahingehend digitalisiert weden, dass die Schüler*innen dann an den Artikeln arbeiten können, wann sie es möchten - und nicht nur in der sparsam gehaltenenen Präsenz-Zeit.
  • Gestaltung eines Skateparks in Erfurt Süd
    Die Beteiligungsstruktur beim Stadtjugendring Erfurt namens „BÄMM! - Beteiligung! Äction! Meine Meinung!“ wird Jugendliche aus der Stadt mit diversen digitalen Tools im Jahr 2017 bei der Planung eines Skateparks einbeziehen.
  • Jugendbeteiligung im Berliner Stadtteil Heinersdorf
    Im Rahmen von Infrastruktur-Planungen im Bezirk Pankow finden vielfältige Formate der Bürger*innenbeteiligung statt. Damit jugendliche Stimmen gehört werden, bekommen mindestens 40 junge Menschen bei Vor-Ort-Begehungen die Möglichkeit mithilfe der App #stadtsache ihre Ideen einzubringen.

 

Mit Padlet, Popplet und #stadtsache habe ich jetzt handhabbare Tools, die von den Jugendlichen sehr schnell verstanden werden und sich gleichzeitig zur Präsentation vor Gremien eignen.

Vanessa Blödorn, Stadtjugendring Erfurt

Die Ergänzungen und Anpassungen zum Curriculum veröffentlichen wir Kürze unter „Wissen & Qualifizierung“.