Liken, teilen, was bewegen – Jugendforum RLP

Mainz

Das Jugendforum Rheinland-Pfalz ist ein landesweit angelegter Beteiligungsprozess mit jungen Menschen zu Zukunftsthemen der Landespolitik. Hier werden online und offline Methoden kombiniert.

Träger

Staatskanzlei Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung

Hintergrund und Anlass zur Beteiligung

Das jugendforum rlp fand statt im Rahmen der Initiative „jugendbewegt – dein Einsatz zählt“ statt, welche die Bertelsmann Stiftung in Kooperation mit mehreren Bundesländern durchgeführt hat. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Bildungsstand Zugänge zum bürgerschaftlichen Engagement zu eröffnen und so ihre politische Teilhabe zu stärken.

Beteiligte, Beteiligungsgegenstand und Zielsetzung

Alle Jugendlichen aus Rheinland-Pfalz zwischen 14 und 25 Jahren waren aufgerufen, Visionen und Lösungsvorschläge für die Zukunft des Landes zu entwickeln. Aus allen Beiträgen wurde in einem partizipativen Prozess ein Jugendmanifest erarbeitet, dass von den Teilnehmenden an die Landesregierung überreicht wurde. Die Landesregierung hat sich zur ernsthaften Suche nach Umsetzungsmöglichkeiten der Empfehlungen verpflichtet und Maßnahmen ergriffen, um die Initiative zu verstetigen und ihrem Ziel gerecht zu werden. Die Vorschläge aus dem Manifest sind in die Arbeit der Ministerien und Ausschüsse eingeflossen. 

Prozessübersicht/-verlauf

Mit einer Tour durch Schulen und Jugendzentren in zehn Städten wurde im Sommer 2012 das Projekt bekannt gemacht und Themen für das jugendforum.rlp.de erarbeitet. Außerdem wurden die Jugendlichen über eine Facebook-Fanpage informiert und aktiviert die Beteiligungsplattform jugendforum.rlp.de zu nutzen um die gesammelten Themen und Vorschläge zu diskutieren und weiter zu bearbeiten. Diese Plattform basiert auf der Beteiligungssoftware dito. Die Anliegen und Vorschläge, die aus dieser Arbeitsphase hervorgegangen sind, bildeten die Grundlage einer zweitägigen Jugendkonferenz. Hier wurden die Vorschläge gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten und der zuständigen Ministerin debattiert. Das Ergebnis der Konferenz war die Vorlage für das Jugendmanifest, das im Anschluss von einem Moderationsteam geschrieben und wiederum zur Bearbeitung durch Jugendliche online gestellt wurde. Das fertige Jugendmanifest wurde an den Ministerpräsidenten übergeben, der anschließend in einer Feedback-Veranstaltung den Jugendlichen zurückmeldete, auf welche Weise das Manifest Eingang in die Landespolitik gefunden hat.

Eingesetzte digitale Medien

Erfahrungen

Die Kombination aus Online- und Offline-Methoden hat sich im Prozess als sehr sinnvoll erwiesen.

Die Nutzung von Facebook hat sich auf Grund der guten Reichweite gelohnt, allerdings war eine intensive Klärung mit Datenschutzbeauftragten notwendig. Die Hoffnung, beteiligungsferne Jugendliche zu erreichen, hat sich leider nur bedingt erfüllt.

Beteiligung auf Landesebene kann gelingen, wenn Jugendliche sich in einem thematisch offenen Beteiligungsprozess zu zentralen Themen der Landespolitik äußern können.

Birger Hartnuß, Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz

Was lief besonders gut?

Besonders die Begegnung und Diskussion mit Vertreter*innen der Landesregierung wurde von den Teilnehmenden positiv erlebt. Hier konnte vermittelt werden, dass die Politik den Jugendlichen auf Augenhöhe begegnet und ihre Anliegen ernsthaft in ihre Arbeit integriert.

Koordinaten

  • 55116 Mainz
  • Staatskanzlei Rheinland Pfalz, Bertelsmann Stiftung
  • Sommer 2012 bis November 2012 Umsetzung der aktiven Beteiligungsphase
  • 6.000 verschiedene Besucher*innen auf der Plattform jugendforum.rlp.de mit 1.500, Aktivitäten
  • Facebook-Fanpage mit insgesamt 18.000 Aktivitäten
  • Zweitägige Jugendkonferenz in Mainz mit 120 Teilnehmenden
  • Behandlung des Manifest im Ministerrat und Prüfung der Vorschläge in allen Ministerien geprüft. Verstetigung der Beteiligung durch neue Beteiligungsprojekte auf Landesebene wie z. B. der Start des Jugend-Engagement-Wettbewerb RLP.