On-/Offline

Was bedeutet eigentlich ... on-/offline?

Die Wörter on- und offline stammen aus dem Englischen und setzen sich aus on bzw. aus und Leitung zusammen. Übersetzt bedeuten sie in Verbindung/ohne Verbindung. Wobei natürlich die Verbindung zu einem Datennetz (meist dem Internet) gemeint ist. Heutzutage können aber nicht mehr nur Computer on- oder offline sein. Immer mehr andere technische Geräte sind unterdessen über das Internet erreichbar. Und auch wir Menschen sind – dank Smartphone, Tablet oder Smartwatch – oft rund um die Uhr mit dem Internet verbunden. Deshalb wird die Generation Y manchmal auch als „Generation Always-On“ bezeichnet. Millenials, also die um das Jahr 2000 Geborenen, können sich zumindest theoretisch rund um die Uhr online wie offline bewegen. So besitzen laut JIM-Studie 2017 99 % aller 18-19-Jährigen in Deutschland ein internetfähiges Smartphone. Derselben Studie zufolge verbringt diese Altersgruppe im Schnitt täglich 252 Minuten mit Online-Aktivitäten. Ganz selbstverständlich verknüpfen sie so zunehmend beide Dimensionen.

On- und Offline-Welt sind heute nicht mehr voneinander zu trennen (wer weiß, ob sie es jemals waren). Denn für viele von uns sind Online-Aktivitäten, sowohl beruflich als auch privat, zu einem festen Teil unseres Alltags geworden. So können zum Beispiel die Ergebnisse herkömmlicher (also Offline-) Konferenzen online kommentiert und die Argumente dieser Online-Diskussionen wiederum bei der Veranstaltung aufgegriffen werden. Anlässe wie sexuelle Belästigungen in der Offline-Welt führen zu Online-Demonstrationen und Kampagnen wie der #aufschrei- oder #metoo-Bewegung. Auch Spiele finden nicht mehr nur in einer Sphäre statt. So holen Games wie Pokémon Go die Zocker raus in die Städte und Parks, wo sie mit ihren Geräten virtuellen Fantasiewesen hinterherjagen.

Genauso spielen bei der ePartizipation beide Begriffe eine große Rolle – denn nur weil eine Beteiligung online stattfindet, wird sie nicht automatisch zum Erfolg. Wie wir auf unserer Plattform ausführlicher erklären, ist auch heute noch eine Mischung von Online- und Offline- Aktivitäten für eine erfolgreiche Jugendbeteiligung wichtig.

Übrigens: Umgangssprachlich sagen wir oft „Er/Sie ist offline.“, einfach weil wir eine Person nicht erreichen. Der Begriff hat hier also die Bedeutung „abwesend“, „nicht erreichbar“.

Oft werden die Begriffe digital und online, analog und offline zusammen verwendet oder sogar als Synonym gebraucht. Hier ist Vorsicht geboten: Denn auch wenn ein Computer nicht mit dem Internet verbunden ist, ist er noch immer digital. Genauso gibt es andere digitale Geräte wie Kameras, Waagen oder Uhren, die nicht unbedingt internetfähig sind. Wie oben erwähnt lassen sich aber heutzutage immer mehr digitale Geräte mit dem Netz verbinden. Oder zumindest lassen sich ihre Daten online stellen, verschicken, speichern oder verarbeiten.