Studien

Die Theorie und Praxis digitaler Jugendbeteiligung wird anhand unterschiedlicher Fragestellungen wissenschaftlich untersucht. Wir stellen einige Studien vor.

Digitale Partizipation ist ein relativ junges Verfahren der Jugendbeteiligung und wird im Verhältnis zu anderen etablierten Methoden seltener angewendet. Bisher unterscheiden sich digitale Jugendbeteiligungsprozesse in ihrer Art und Weise mitunter stark voneinander.

Wie nutze ich die Übersicht?

Das breit gefächerte Spektrum an Analysen greifen wir in der Übersicht auf. Wir haben Studien ausgesucht, die explizit die Themen digitale Partizipation und Jugendbeteiligung behandeln. Daneben stellen wir Studien zu nahestehenden Fragestellungen vor. So sind auch Studien zu den Lebenswelten Jugendlicher gelistet, die untersuchen, auf welche Art und Weise sie Online-Medien nutzen oder an politischen Prozessen partizipieren. Besonders haben wir Studien mit einer Schnittmenge mehrerer Themen berücksichtigt.

Die folgende Übersicht wissenschaftlicher Beiträge hilft dabei, sich in relevanten Fachdiskussionen zurechtzufinden. Anhand der Kurzbeschreibungen können Sie entscheiden, mit welcher Studie Sie sich genauer beschäftigen möchten.

Übersicht der Studien

Partizipation und Engagement im Netz. Neue Chancen für Demokratie und Medienpädagogik

Herausgeber: Klaus Lutz et al.

Erschienen 2012, kopaed-Verlag, 216 Seiten

Eine der zukünftigen Herausforderungen für die Medienpädagogik ist es, Jugendliche dabei anzuleiten, die neuen Möglichkeiten der Beteiligung im Sinne ihrer Interessen zu nutzen. Dieser Sammelband bietet einen Einblick in die aktuelle ePartizipationsdebatte. Ebenso formuliert er Antworten auf einige der pädagogischen Fragestellungen, die sich aus dieser Debatte ableiten. Hierbei stehen die theoretische Debatte und die Erkenntnisse aus der Praxis gleichberechtigt nebeneinander.

Der Sammelband kann im Shop des kopaed-Verlags als Buch oder als E-Book erworben werden.

 

Politische Partizipation Jugendlicher im Web 2.0 – Chancen, Grenzen, Herausforderungen

Autor*innen: Mirja Lange et al.

Erschienen 2015, Eigenverlag Forschungsverbund DJI/TU Dortmund an der Fakultät 12 der Technischen Universität Dortmund, 182 Seiten

Die Studie geht der Rolle des Internets in der politischen Sozialisation junger Menschen nach. Dabei steht die Analyse genutzter Mittel der politischen Partizipation im Vordergrund. Dadurch sollen die Potenziale und Herausforderungen herausgearbeitet werden. Die Publikation beinhaltet außerdem eine Aufarbeitung der einschlägigen deutsch- und englischsprachigen Literatur der Jahre 2009 bis 2012.

Die gesamte Studie wird vom Forschungsverbund DJI/TU Dortmund als PDF zum Download angeboten.

Sprichst du Politik?

Autor*innen: Nina Arnold et al.

Erschienen 2011, Friedrich-Ebert-Stiftung, 112 Seiten

Das Leitmotiv der Studie war die Frage, wie der Austausch über politische Themen durch Sprache befördert werden kann. Aus der Perspektive von Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren wird ein Blick auf die Kommunikation und Sprache von Politiker*innen geworfen. So ist bei Jugendlichen ein grundsätzliches Interesse an Politik ausgeprägt. Ob Jugendliche tatsächlich aktiv werden, hängt von der Sprache politischer Akteur*innen sowie der Darstellung von Politik ab.

Auf der Website sprichst-du-politik.de lassen sich eine Zusammenfassung der Ergebnisse und die gesamte Studie als PDF herunterladen.

 

Teilen, vernetzen, liken – Jugend zwischen Eigensinn und Anpassung im Social Web

Herausgeber*innen: Ulrike Wagner, Niels Brüggen

Erschienen 2013, Bayerische Landeszentrale für neue Medien, 263 Seiten

Die Studie greift jugendtypische Sozialisationsaufgaben auf und stellt heraus, wie diese in das Web 2.0 verlagert werden. Die vom Institut für Medienpädagogik durchgeführte Studie zeigt Strukturen und Motivationen auf, wodurch vertiefende Einblicke in das Medienhandeln und die Online-Aktivitäten von Jugendlichen eröffnet werden. Die Autor*innen schaffen somit neue Anknüpfungspunkte für die medienpädagogische Arbeit.

Auf der Evenplattform medienpuls-bayern.de stellt die Bayerische Landeszentrale für neue Medien eine Zusammenfassung der Ergebnisse als PDF zum Download zur Verfügung.

 

Wie ticken Jugendliche 2016? Lebenswelten von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren in Deutschland.

Autor*innen: Marc Calmbach et al.

Erschienen 2016, Springer-Verlag, 493 Seiten

Die dritte Studie des Sinus-Instituts untersucht die Lebenswelten von Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren in Deutschland. Sie bietet u. a. einen Überblick über Haltungen und Einstellungen zu Flucht und Asyl, Nation und Nationalität sowie Klimaschutz und Konsumkritik. Daneben wird auch die Nutzung digitaler Medien und digitales Lernen untersucht.

Weitere Informationen und eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse finden sich auf den Seiten der Transferstelle für politische Bildung als PDF zum Download.

Partizipation in und mit dem Social Web – Herausforderungen für die politische Bildung

Autor*innen: Ulrike Wagner et al.

Erschienen 2011, JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, 45 Seiten

Wie kann Partizipation im Social Web funktionieren? Wie kann politische Bildung Beteiligung im Netz fördern? Das sind die wesentlichen Fragestellungen der Expertise des Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF). Dadurch sollen die Potenziale für digitale Beteiligung im Rahmen des Online-Medienhandelns von Kindern und Jugendlichen identifiziert werden.

Auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung findet sich eine Kurzfassung der Expertise. Dort steht auch die gesamte Studie als PDF zum Download zur Verfügung.

 

Peer-to-Peer-Konzepte in der medienpädagogischen Arbeit

Autorinnen: Kathrin Demmler et al.

Erschienen 2012, JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, 38 Seiten

Für die Jugendarbeit bedeuten Medien neue Chancen für gesellschaftliche Beteiligung. Dafür ist jedoch ein kompetenter Umgang unabdingbar. Die Expertise stellt neue Handlungskonzepte der (medien-)pädagogischen Jugendarbeit mit Peer-to-Peer-Konzepten vor, die im Rahmen des Projektes "peer³ - fördern_vernetzen_qualifizieren" entwickelt und erprobt wurden. Herausforderungen, wie zum Beispiel die Projektkonzeption, kann mittels projektbegleitender Qualifizierung entgegengetreten werden.

Auf der Website des Instituts für Medienpädagogik gibt es die vollständige Expertise als PDF zum Download.

Jugendliche und die Aneignung politischer Information in Online-Medien

Autorinnen: Ulrike Wagner, Christa Gebel

Erschienen 2014, Springer-Verlag, 193 Seiten

Online-Medien eröffnen Jugendlichen im Hinblick auf politisch relevante Information ein breites Spektrum an Handlungsmöglichkeiten. Mit einem Fokus auf die Mediatisierung gesellschaftlicher Partizipation bietet die Studie einen quantitativen Überblick und stellt qualitative Fallstudien vor. Die Autorinnen beziehen die Ergebnisse auf heutige Anforderungen an die Medienkompetenz Jugendlicher.

Die Studie kann als Buch oder als E-Book über den Shop des Springer-Verlags erworben werden.

 

Online mitmachen und entscheiden – Partizipationsstudie 2014

Autoren: Thomas Schildhauer, Hendrik Send

Erschienen 2014, Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, 48 Seiten

Diese Studie hinterfragt die häufig zitierte Metapher der „Netzgemeinde“. Um diesen Personenkreis, der gesellschaftliche Diskussionen im Netz dominiert, genauer zu verstehen, setzen die Forscher eine quantitative Befragung ein. Sie unterscheiden dabei Entscheidungsfindungen im Netz zwischen politischen und wirtschaftlichen Kontexten. Die Studie beinhaltet eine übersichtliche Zusammenfassung der Ergebnisse.

Die gesamte Publikation wird von dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft als PDF zum Download angeboten.

 

Soziale und politische Teilhabe im Netz? E-Partizipation als Herausforderung

Herausgeber: Lars Gräßer, Friedrich Hagedorn

Erschienen 2012, kopaed-Verlag, 150 Seiten

EPartizipation, verstanden als Teilnahme und Teilhabe an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen, hat sehr vielgestaltige Formen und unterschiedliche Akteure. Die zehn Beiträge des Sammelbandes verweisen auf diese Bandbreite an Formen und an Akteuren*innen der digitalen Beteiligung. Neben der theoretischen Verortung von ePartizipation verweisen Berichte aus der Praxis auf gegenwärtige Hoffnungen und Herausforderungen an der thematischen Schnittstelle von Internet und demokratischer Beteiligung. In zwei Interviews werden zudem die Themen politische Bildung und Gestaltung von ePartizipation aufgegriffen.

Der Sammelband kann als Buch oder als E-Book im Shop des kopaed-Verlages erworben werden. Außerdem wird eine Leseprobe als PDF zum Download angeboten.