Abstimmungen & Meinungsbilder

Das Toolkit Jugendparlamente zeigt, wie die Jugendgremien dank digitaler Tools über Distanzen hinweg zusammenarbeiten, jugendgerechte Öffentlichkeitsarbeit machen und Jugendliche über den Teilnehmendenkreis des Jugendparlaments hinaus erreicht werden können.

Abstimmungsprozesse und das Einholen von Meinungsbildern über digitale Kanäle und Tools bieten unterschiedliche Möglichkeiten für Jugendparlamente. Prinzipiell ist es möglich Mitglieder unabhängig von Ort und Zeit die Chance zu geben, sich zu beteiligen. Abstimmungen werden transparenter und nachvollziehbarer, da ihre Prozesse offengelegt werden. Schlussendlich werden auch Geräte und Kanäle genutzt, die Jugendliche in ihrer alltäglichen Kommunikation verwenden, die so als Beteiligungs-Werkzeuge eingesetzt werden können.

Tool-Kit: Jugendparlamente (Grafik: Katharina Bluhm, CC BY 4.0)
Tool-Kit: Jugendparlamente (Grafik: Katharina Bluhm, CC BY 4.0)

Grafik: Katharina Bluhm, CC BY 4.0Gesammelte Ideen des Jugendparlaments oder auch Anträge können auf einer Online-Plattform präsentiert und ggf. zur Abstimmung gestellt werden. Möglich ist es hier auch, Pro- und Kontra-Argumente zu einzelnen Ideen zu sammeln oder diese zunächst frei zu diskutieren. Die Nutzung dieser Tools ist für einen internen Kreis von Mitgliedern des Jugendparlaments genauso wie für die breitere Öffentlichkeit denkbar.

  • OPIN – die Beteiligungsplattform bietet u. a. auch Möglichkeiten zur Abstimmung
  • ePartool – eine Server-Installation, die Sie sehr individuell einstellen können und phasenweise Abstimmungen im Rahmen von Beteiligungsprozessen ermöglicht
  • brabbl – Online-Plattform, auf der Argumente vor der Abstimmung strukturiert und sortiert werden können (die Nutzung ist kostenpflichtig)
  • Tricider  – Online gemeinsam brainstormen und abstimmen

Stimmungsbilder von Externen zu Themen, die im Jugendparlament diskutiert werden, lassen sich auch einfach über Social-Media-Kanäle einholen. So bieten die Instagram Stories diverse Fragemuster an, die den Abonnent*innen für 24 Stunden vorgelegt werden können.

 

Grafik: Katharina Bluhm, CC BY 4.0Wenn die Mitglieder eines Jugendparlaments intern in einem Messenger miteinander kommunizieren, können Diskussionen schnell unübersichtlich werden. Abstimmungen helfen dabei, einen Überblick über die Meinungen zu gewinnen.

  • Telegram – Umfragen können mithilfe eines Bots erstellt werden
  • Threema – Umfragen können direkt in der App geteilt werden
  • grundsätzlich können natürlich auch in anderen Messengern Links zu externen Abstimmungstools geteilt werden

 

Grafik: Katharina Bluhm, CC BY 4.0Die Mitglieder des Jugendparlaments können mit digitaler Unterstützung Abstimmungen vor Ort einfacher und schneller auswerten und festhalten.

  • Kahoot! – mit je vier Antwortmöglichkeiten können Abstimmungen in Form eines Quiz durchgeführt werden
  • VotAR – vor Ort in einer großen Gruppe abstimmen mit Hilfe von Stimmkarten, die digital ausgezählt werden

 

Grafik: Katharina Bluhm, CC BY 4.0Ob Pressemitteilungen, Projektanträge oder Papiere, die das Parlament zuständigen Behörden vorlegen möchte – mit den richtigen Tools können die Mitglieder eines Jugendparlaments Texte zusammen erstellen, ohne sich extra treffen zu müssen.

  • Antragsgrün – abzustimmende Texte gemeinsam erarbeiten oder Anträge mit allen Beteiligten abstimmen
  • Etherpad - gemeinsam Texte in einem einfachen Texteditor verfassen, z. B. im Yourpart Etherpad