2. Treffen des Qualifizierungsnetzwerks „Digitale Jugendbeteiligung“ in Fulda

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Am 1. und 2. November 2017 fand das Qualifizierungsnetzwerk in Fulda zusammen, um sich unter anderem zu aktuellen Projekten und Tools sowie den Erkenntnissen aus der Pilotqualifizierung „Praxis digitale Jugendbeteiligung“ auszutauschen.

Nach der Benennug von Ansprechpartner*innen in allen Bundesländern stand das 2. Treffen des Qualifizierungsnetzwerks zu Beginn ganz im Zeichen des Austauschs. Die insgesamt 22 Teilnehmenden nahmen Stellung zu Fragen wie „Machen Jugendbeteiligungsverfahren Sinn, wenn sie top-down angesetzt werden?“ oder „Braucht digitale Jugendbeteiligung immer eine analoge Komponente?“ Dabei wurde konstruktiv, aber auch kontrovers diskutiert. 

An vier Thementischen stellten anschließend vier Netzwerkmitglieder Projekte bzw. Formate der digitalen Jugendbeteiligung vor.

Ein Fokus des Netzwerktreffens lag auf der Weiterentwicklung des Curriculums „Praxis digitale Jugendbeteiligung“ und dem Bericht aus der darauf basierenden Pilotqualifizierung, die derzeit von der WeTeK Berlin gGmbH in Kooperation mit jugend.beteiligen.jetzt, OSM@BB und JFF-BB durchgeführt wird. Zwei Erkenntnisse aus der Pilotqualifizierung traten bereits klar hervor: Zum Einen ist eine dem eigentlichen Curriculum vorgeschaltete Kennenlern-Einheit zu empfehlen. Zum Zweiten hat sich gezeigt, dass der Hunger auf das Kennenlernen und Ausprobieren digitaler Tools es ratsam macht, den Anwendungen mehr Zeit einzuräumen.

Work in Progress: Curriculum „Praxis digitale Jugendbeteiligung“

Die Überarbeitungen des Curriculums aus der Pilotfortbildung werden in Kürze auf www.jugend.beteiligen.jetzt veröffentlicht. Zahlreiche Netzwerkmitglieder äußerten überdies Interesse, das Curriculum ganz oder teilweise umzusetzen. Auch der zweite Tag stand im Lichte von Qualifizierungformaten. So diskutierten die Teilnehmenden weitere Ideen und konkrete Vorschläge zu Veranstaltungen und Schulungen im Themenfeld digitale Jugendbeteiligung.

In einer Tool-Präsentation erhielten die Netzwerkmitglieder einen exklusiven Einblick in die Beteiligungsplattform OPIN, die sich derzeit noch in der Testphase befindet. Dazu erhielt Netzwerkmitglied Kerstin Franzl Unterstützung von Gereon Rahnfeld, der beim Liqd Democracy e. V. die Entwicklung der Plattform betreut. Eine Simulation erlaubte Einblicke in das Beteiligungsformat "Spatial Idea Challenge", eine kartenbasierter Beteiligungsprozess zur Stadt- und Raumplanung. Die Plattform OPIN wird am 7./8. Dezember beim EUth Summit in Berlin vorgestellt. Über die Möglichkeiten, die die Plattform Ihnen bietet, werden wir Sie auch in der Rubrik Tools auf dem Laufenden halten.