4. Treffen des Qualifizierungsnetzwerks Digitale Jugendbeteiligung in Berlin

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Die Mitglieder tauschten sich beim jüngsten Netzwerktreffen am 16. und 17. Oktober 2018 in Berlin über Tools, Qualifizierungsangebote und die Weiterentwicklung des Qualifizierungsnetzwerks aus.

Die 18 Teilnehmenden des Netzwerktreffens trafen sich in den Räumen des Medienzentrums Pankow von der WeTeK Berlin gGmbH in Berlin. Alle Anwesenden reflektierten die Entwicklung der gemeinsamen Qualifizierungsangebote zu digitaler Jugendbeteiligung, die in den vergangen zwei Jahren dank des regen Austausches innerhalb des Netzwerks realisiert werden konnten.

Der Pilot-Qualifizierung auf Basis des Curriculums „Praxis digitale Jugendbeteiligung“ folgten nun schon zwei weitere mehrmodulige Qualifizierungsangebote, die ebenfalls auf dem Curriculum aufbauen. Dies ist zum einen die Fortbildung „Blind Date mit dem Digitalisierer“, welche jugend.beteiligen.jetz in Kooperation mit demLidiceHaus in Bremen durchgeführt hat. Auch die „Fortbildung: Praxis digitale Jugendbeteiligung“ der WeTeK Berlin gGmbH und jugend.beteiligen.jetzt greift die Inhalte des Curriculums auf. Neben diesen Fortbildungen gab es eine Reihe von lokalen und regionalen Qualifizierungsformaten.

Trotz erfolgreicher Qualifizierungsangebote lernen alle Teilnehmenden am meisten aus den Herausforderungen, die ihnen in der Praxis begegnen. Eine Erkenntnis aus dem Austausch war die Feststellung, dass die alleinige Vermittlung von Tools nicht zwingend alle Fachkräfte in die Lage versetzt, digitale Aspekte in ihre Beteiligungspraxis einfließen zu lassen. Dafür benötigen viele Fachkräfte aus Jugendarbeit und Kommune intensive Begleitung und stärkere methodenfokussierte Angebote. 

Am Abend probierten alle Netzwerkmiglieder selbst eine Methode aus, mit der sich das vermeintlich sperrige Thema Offene Daten und Partizipation vermitteln lässt. Die Open Knowledge Foundation Deutschland (OKF DE) hat im Rahmen ihrer Projekte „Demokratielabore“ und „Datenschule“ einen Datenspaziergang entwickelt, der vor Ort den Informationsgehalt und Partizipationspotentiale offener Daten erfahrbar machen soll. Lisa Passing von der OKF DE führte die Teilnehmenden in Berlin-Kreuzberg vom Lausitzer Platz zum Bethanien, um entlang der Route Open-Data-Projekte zu so unterschiedlichen Themen wie deutschlandweiten Schulinformationen (jedeschule.de) oder dem Baumbestand im Kiez (trees.codefor.de) vorzustellen. 

Ebenfalls zu Gast war Alexa Schaegner (politik-digital e. V.). Sie stellte das Projekt und die gleichnamige Beteiligungsplattform aula vor. aula wurde in der Pilotphase erfolgreich in Schulen eingesetzt. Geplant ist, dass die Plattform aula künftig auch außerhalb von Schulen im Sozialraum eingesetzt werden kann, um digitale Beteiligung, etwa in den zahlreichen Jugendforen der „Partnerschaften für Demokratie“ im Rahmen von „Demokratie leben!“, zu ermöglichen. 

Für die Zukunft haben sich auch die QN-Mitglieder jede Menge vorgenommen, denn es gibt weiterhin viel zu tun, um Jugendliche wirkungsvoll und vielfältig zu beteiligen. Daher möchten die QN-Mitglieder das Netzwerk im Rahmen einer beantragten Weiterführung von jugend.beteiligen.jetzt auch weiterentwickeln. Alle Neuigkeiten erhalten Sie dazu nach erfolgter Bewilligung auf jugend.beteiligen.jetzt