6. Treffen des Qualifizierungsnetzwerks Digitale Jugendbeteiligung in Duisburg

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Das Qualifizierungsnetzwerk hat sich am 23. und 24. September 2019 in Duisburg getroffen und führte das Format der Digitalisierungswerkstatt durch.

Wenn die Netzwerkmitglieder zusammentreffen, lernen die Teilnehmenden bei jedem Netzwerktreffen wahnsinnig viel über ihre Projekte. So war es erfreulicherweise auch in Duisburg, wo unter anderem Katharina Bluhm vom Jugendmedienverband Mecklenburg-Vorpommern das Landesprogramm „Digitale Jugendbeteiligung“ und den dazugehörigen Instagram-Kanal vorstellte und vom Barcamp Digitale Jugendbeteiligung berichtete. Benedikt Reusch von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg präsentierte die Umfrage zur „Jugendstudie 2019“ und Ingo Gelfert stellte die Qualifizierung „App heben“ der AGJF Sachsen vor.

Im Zentrum dieses Netzwerktreffens lag jedoch die Durchführung der Digitalisierungswerkstatt. Die Werkstatt ist von der Methode des „Design Sprints“ inspiriert, bei der es darum geht, in kurzer Zeit vor allem kreative Ansätze zu einem gesetzten Thema anzudenken – in unserem Fall kommunale Jugendbeteiligungsprozesse. Ziel des Konzeptes ist es, innovative Methodenskizzen für digitale Jugendbeteiligung zu entwickeln. Aus diesem Anlass waren weitere Expert*innen eingeladen, um weitere Perspektiven für das Thema einzubringen. Als Gäste waren deshalb Esther Lordieck vom JFC Köln, Jonas Israel von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen und Lisa Passing von der Open Knowledge Foundation anwesend.

Nach einer Brainstorming- und Cluster-Phase, sind verschiedene Methodenskizzen und Ansätze entstanden. Das Netzwerk hat dabei in Kleingruppen u.a. zu folgenden Themen gearbeitet:

  • Digitale Sozialraumgestaltung

    Die Gruppe hat sich mit der Methode der Sozialraumerkundung beschäftigt, um diese mit digitalen Komponenten anzureichern. Entlang von Phasen ist so eine Sammlung von Tools und Ansätzen zum Thema entstanden.
  • Anders als Text

    Wie können niedrigschwellige Präsentationen und Einreichungen von Jugendlichen, die sich an deren Kommunikationsformen und Medienhandeln orientieren, digital umgesetzt werden? Die Gruppe hat hier über geeignete Tools, Formen, Ansätze und technische Voraussetzungen diskutiert.
  • Stimme geben/Gehört werden

    Wie kann den Anliegen von Jugendlichen eine Stimme gegeben werden bzw. diese öffentlich wirksam gemacht werden? Die Gruppe hat hier über Kernfragen diskutiert, unterschiedliche Felder analysiert (kreative Prozesse, Leute aufmerksam machen, Leute mobilisieren, Leute koordinieren, Öffentlichkeit erreichen & längerfristig erreichen) und diese mit digitalen Formen angereichert.

Die Methode der Digitalisierungswerkstatt wurde vom Netzwerk positiv aufgenommen, da wertvolle Impulse für die eigene Arbeit entstanden sind. Für Menschen im Themenfeld der (digitalen) Jugendbeteiligung gibt es die Möglichkeit am 19.10.2019 an einer Veranstaltung in Dresden teilzunehmen.

Das nächste Netzwerktreffen findet im Frühjahr 2020 in Mainz statt.