4 Fragen an: Jutta Küppers

Thema

jugend.beteiligen.jetzt im Gespräch mit Jutta Küppers, die in der Abteilung Jugendarbeit des Fürther Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien tätig ist

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Es ist wichtig, auf den unterschiedlichsten Kanälen unterwegs zu sein.

Jutta Küppers, Abteilung Jugendarbeit des Fürther Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien

1. Welche digitalen Medien und Tools nutzen Sie, um Jugendliche zu beteiligen?

Küppers: YouTube dient uns in erster Linie als Darstellungsmöglichkeit unserer dokumentierten Events, wie der Diskussionsreihe „Wortwechsel“, Fachtagungen, Interviews oder Aktionen an Schulen. In diesem Sinne funktioniert dieser Kanal gut.

Unsere Website echt-fuerth.de dient der Darstellung unseres Konzeptes und der Veranschaulichung der bereits stattgefundenen Projekte im Rahmen des Projektes „Echt-Geld“, bei dem Jugendliche finanzielle Mittel für gemeinnützige Projekte erhalten können. Eine aktuelle und umfangreiche Information ist damit gewährleistet. Sie ist auch der direkte Zugang zu den von uns zur Verfügung gestellten Projektgeldern. Dies ist ein einfacher Weg, sich zu informieren und auch direkten Kontakt zu uns herzustellen. Wird genutzt und funktioniert somit auch gut.

2. Welche funktionieren gut und welche nicht?

Küppers: Die Idee der Facebook-Nutzung ist neben dem transparenten und unkomplizierten Auftreten in der Öffentlichkeit natürlich die Werbung. Wir versuchen, unseren ca. 2500 Facebook-Freunden zum einen unser Projekt nahe zu bringen und zum anderen die direkte Kommunikation mit Interessierten voranzutreiben.

Wir sind täglich online und kontinuierlicher Ansprechpartner für die Anliegen der Jugendlichen. Die lustigste Anekdote war die ernsthafte Frage, ob es legitim sei, sich unser Logo tätowieren zu lassen. Trotz intensiver Präsenz und vieler Follower gelingt es uns aber nicht, das gesamte Publikum zu erreichen. Dies ist beispielsweise an der Teilnahme von beworbenen Veranstaltungen zu beobachten.

3. Wie gehen Sie mit Problemen mit digitalen Tools und Medien um?

Küppers: Viele Follower, intensive Öffentlichkeitsarbeit über Facebook − und doch kommt nicht der erhoffte Erfolg. Es ist schwierig, damit umzugehen. Facebook bietet dem User, sich über viele Freunde und Follower zu freuen. Aber unsere News und beworbenen Artikel kommen doch nur bei den Nutzer*innen an, die das auch sehen wollen. Da läuft viel Werbeenergie ins Leere. Deshalb ist es wichtig, auf den unterschiedlichsten Kanälen aktiv zu sein und so die Bandbreite zu erhöhen.

4. Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Welches Problem mit digitalen Medien und Tools in Jugendbeteiligungen würden Sie gern gelöst haben?

Küppers: Bezüglich Facebook wäre es wünschenswert, wenn man sich auf die Statistiken im Rahmen von bezahlter Werbung verlassen könnte. Dies ist leider alles sehr intransparent und erscheint willkürlich. Auch das Eliminieren von Fake News, Hassbotschaften und anderen alternativen Fakten wäre wünschenswert.