4 Fragen an: Leonard Kehnscherper

Thema

jugend.beteiligen.jetzt im Gespräch mit Leonard Kehnscherper. Er schrieb während der Berlin-Wahl 2016 für den Online-Blog und ist aktiv bei der Jungen Presse Berlin.

https://jugend.beteiligen.jetzt/Leonard%20Kehnscherper%20%C2%A9%20Leonard%20Kehnscherper

Direkte Kommunikation auf Plattformen mit unterschiedlichen Nutzer*innen

Leonard Kehnscherper, Redakteur beim Online-Blog zur Berlin-Wahl 2016 & Junge Presse Berlin

1. Welche digitalen Medien und Tools nutzt Ihr in Eurem Beteiligungsprojekt?

Kehnscherper: Unter anderem haben wir das Projektmanagement-Tool Asana genutzt. Dort haben wir alle unsere To-do's aufgelistet und delegiert. Lucas habe ich zum Beispiel die Aufgabe gegeben, einen Redaktionsraum zu buchen. Lucas hat mir die Aufgabe gegeben, unsere Redaktionssitzungen über unsere Social-Media-Kanäle zu bewerben. Am Wahlabend haben unsere Korrespondent*innen auf den Wahlparties Instant Messenger genutzt, um ihre Kommentare und Bilder an die Desk-Redakteur*innen zu schicken. Unser Blog läuft nach wie vor auf Wordpress.

2. Welche funktionieren gut und welche nicht?

Kehnscherper: Es hat alles sehr gut geklappt. Vor allem mit Wordpress als Content Management System (CMS) waren wir sehr zufrieden. Bei einem Vorgänger-Projekt hatten wir ein komplexeres CMS, mit dem wir nicht so gut klar kamen − vor allem, weil wir ja live berichten wollten. Das CMS hieß Joomla und war aufgrund der komplizierten Benutzeroberfläche und Struktur nicht geeignet für eine Live-Berichterstattung. Beispielsweise brauchte es viel zu viele Klicks, um einen Text anzulegen, mit Bildern zu verknüpfen und zu veröffentlichen. Für das CMS hatten wir uns im Vorfeld nicht selbst entschieden, sondern es wurde uns von Kooperationspartnern nahegelegt. Beim nächsten Mal haben wir dann, ohne lang zu überlegen, auf das bekanntermaßen simple und praktische Wordpress zurückgegriffen.

3. Wie geht Ihr mit Problemen mit digitalen Tools und Medien um?

Kehnscherper: Die lösen wir mit Schwarmintelligenz. Da wir alle medienaffin sind und am Wahltag ein 15-köpfiges Team waren, konnte nichts schiefgehen.

4. Wenn Ihr einen Wunsch frei hättet: Welches Problem mit digitalen Medien und Tools in Jugendbeteiligungen würdet Ihr gern gelöst haben?

Kehnscherper: Twitter haben wir neben unserem Blog am stärksten bespielt. Mit einem politischen Thema waren wir auf Twitter auch genau richtig, viele Berliner Jugendliche haben wir so aber nicht erreicht. Das nächste Mal möchten wir deshalb noch mehr mit Bewegtbild arbeiten – sprich Facebook-Live, Snapchat und Instagram Stories. Direkte Kommunikation auf Plattformen mit unterschiedlichen Nutzer*innen, statt Links schleudern in der Polit-Blase − so heißt auch schon unsere Lösung.