Sprachnachricht: jugend.beteiligen.jetzt im Gespräch mit Expert*innen

Thema

Wir haben Expert*innen gefragt: Was sind die wichtigsten 3 Dinge, um Jugendliche für Beteiligungsvorhaben zu begeistern – und wie machen Sie das? Jasmin-Marei Christen, Katharina Bluhm, Kerstin Franzl und Robert Behrendt stehen Rede und Antwort.

„Wie erreichen wir Jugendliche für Beteiligungsvorhaben?“ – das Thema des Themenspezials schrie nach Meinungen von Expert*innen. Wir freuen uns, dass gleich 4 ausgewiesene Fachleute zugesagt haben, unsere Fragen zu beantworten:

  • Jasmin-Marei Christen ist eine der Koordinatorinnen der Werkstatt MitWirkung beim Deutschen Bundesjugendring (DBJR).
  • Katharina Bluhm ist Moderatorin der Beteiligungswerkstatt MV beim Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern (LJRMV).
  • Kerstin Franzl ist Leiterin des internationalen Partizipationsprojektes EUth beim Nexus Institut.
  • Robert Behrendt arbeitet als politischer Bildner und Medienpädagoge bei medialepfade.org.

Für das Format des Interviews wollten wir etwas Neues ausprobieren. Der Siegeszug der Sprachnachricht inspirierte uns dazu, unsere Gesprächspartner*innen auf diesem Weg um ihre Antworten zu bitten. Die Antworten können Sie sich unten anhören.

Übrigens: Unsere Interviewpartner*innen konnten zwischen den Messengern Telegram, WhatsApp und Signal wählen. Zwei von ihnen nutzten Telegram, und je eine Person die Open-Source-App Signal und das zu Facebook gehörende WhatsApp.

Frage 1: Was sind die wichtigsten 3 Dinge, um Jugendliche für Beteiligungsvorhaben zu begeistern – und wie machen Sie das?

https://jugend.beteiligen.jetzt/Katharina%20Bluhm%20%C2%A9%20privat

Es muss tatsächlich etwas zu entscheiden geben. Wir brauchen interessante und abwechslungsreiche Methoden, die jeweils auf die sehr spezifische Zielgruppe und auf das Thema angepasst sind.

Katharina Bluhm, Beteiligungswerkstatt Mecklenburg-Vorpommern

Frage 2: Wie lassen sich Forderungen von Jugendlichen in die Praxis von Kommunen oder Institutionen übersetzen und braucht es diese Übersetzungsleistung überhaupt?

Junge Menschen sprechen oft nicht wie Verwaltung und Politik, weil sie etwas anderes meinen und wollen als diese. Statt zu übersetzen gilt es, die Kommunen und Institutionen beim Zuhören zu unterstützen.

Jasmin-Marei Christen, Werkstatt MitWirkung

Frage 3: Was unterscheidet Jugendliche von anderen Zielgruppen im Beteiligungskontext? 

https://jugend.beteiligen.jetzt/Kerstin%20Franzl%20%C2%A9%20privat

Jugendliche können nicht so gut wie Erwachsene drei Jahre darauf warten, dass irgendein Input Umsetzung findet. Jugendliche sind in dieser Zeit dem Thema komplett entwachsen und es bringt ihnen überhaupt nichts mehr.

Kerstin Franzl, Nexus Institut

Bonusfrage: Welches Gerücht über Jugendliche hält sich am hartnäckigsten?

https://jugend.beteiligen.jetzt/Robert%20Behrendt%20%C2%A9%20CC%20BY%20Dietmar%20Gunne

Am hartnäckigsten hält sich das Gerücht, Jugendliche seien politikverdrossen. Dabei haben sie eine sehr, sehr klare Vorstellung von Recht und Unrecht.

Robert Behrendt, medialepfade.de

Alle Fragen und Antworten am Stück können Sie in der Playlist auf SoundCloud nachhören.