Fantasiephase

In der Fantasie- oder auch Wunsch- und Traumphase soll und darf gesponnen und die Kreativität voll ausgeschöpft werden.

Ausgehend von der Meckerphase werden die kritischen Punkte ins Positive gekehrt und mögliche Ziele für die Zukunft definiert. In dieser Phase gelten keine Beschränkungen in Bezug auf Umsetzbarkeit der Ideen, nichts ist unmöglich.

Fantasiephase: Virtual Reality, 360° Video, Augmented Reality, Making & Prototyping | Grafik: Katharina Bluhm, CC BY 3.0 DE
Fantasiephase: Virtual Reality, 360° Video, Augmented Reality, Making & Prototyping | Grafik: Katharina Bluhm, CC BY 3.0 DE

 

Die Ideen und Lösungen können dabei auf vielfältigen Wegen geäußert und gesammelt werden. Visualisierungstechniken, Fantasiereisen, Spiele und Kreativmethoden kommen hier zum Einsatz. Die Teilnehmenden werden in die Lage versetzt neue, innovative, noch nicht dagewesene Lösungsansätze zu erarbeiten.

Welches Vorgehen sich eignet, ist abhängig vom Thema und der Zielgruppe.

Ein 360° Video ermöglicht einen Rund-um-Blick in eine andere oder auch bekannte Welt ohne, dass der momentane Aufenthaltsort verlassen werden muss. Es sollte natürlich ein 360° Video von diesem Ort existieren. Damit werden Fantasiereisen möglich, aus denen Teilnehmende Inspiration schöpfen können.

Video-Material in 360° findet sich u. a. in folgenden Apps:

360°-Videos lassen sich mit 360°-Kameras mittlerweile selbst erstellen. Kameras, die mit gängigen Mobiltelefonen betrieben werden, gibt es ab ca. 100 Euro.

Virtuelle Realitäten (kurz: VR) unterscheiden sich von 360°-Videomaterial dadurch, dass mit der virtuellen Realität Interaktionen möglich sind, wie etwa die Steuerung eines Charakters in einem Computerspiel.

Die technische Entwicklung ist rasant und mit Cospaces liegt die erste Software vor, mit der mit relativ wenig Aufwand, geringen Vorkenntnissen und in Bezug auf die Realität eine eigene Virtual Reality-Umgebung erstellt werden kann.

Einen schulfokussierten Blick auf eine Vielzahl von VR-Tools wirft das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg

Augmented Reality (kurz: AR) bedeutet „erweiterte Realität“ – mit unterschiedlichen Tools lassen sich 2D- oder 3D-Grafik-Elemente in die realistische Umgebung einbauen. Diese regen die Experimentierfreude und Fantasie der Teilnehmenden an.

  • Metaverse AR erlaubt den Bau einer einfachen Augmented Reality – Voraussetzung ist die Registrierung auf der Plattform und die Installation der App auf den Smartphones/Tablets, auf denen die AR dargestellt werden soll.
  • HP Reveal – ohne Programmierkenntnisse lassen sich ganze AR-Effekte mit vorgegebenen und eigenen Grafiken erstellen. Die App lässt sich vom Tablet oder Smartphone steuern und verlangt ebenfalls eine Registrierung.

Eine klassische analoge Methode der Fantasiephase ist der Modellbau. Auch hier können digitale und technische Tools zum Einsatz kommen, um neue Lösungen für Herausforderungen zu kreieren.

Dazu gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Bausätzen, die digitale und elektronische Bauteile mit Aspekten von Mechanik, Sensorik und Basteln verbinden.

  • Makey Makey (in Kombination mit Scratch)
  • Microcontroller: Calliope Mini, Arduino (programmiert mit Ardublockly), Raspberry Pi
  • Nintendo Switch

Mit visuellen Programmiersprachen, wie Scratch und Ardublockly, können sehr schnell erste Programmiererfolge erzielt werden. In Kombination von Scratch und Makey Makey kann ein eigenes Spiel mit einer selbstgebauten Steuerung entwickelt werden. Mit einem Arduino oder Calliope Mini und dem entsprechenden Zubehör (Sensoren, LEDs & Co.) ist (fast) alles möglich.