Videoreihe

jugend.beteiligen.jetzt beantwortet konkrete Fragen zur Umsetzung digitaler Jugendbeteiligung. In einer siebenteiligen Videoreihe greifen wir praxisnah alltägliche Problemstellungen auf und zeigen Lösungen, Auswege und Hilfestellungen.

Trailer zur Videoreihe: „Digitale Jugendbeteiligung: konkret – kollaborativ – kommunal“

 

jugend.beteiligen.jetzt – Pilot zur Videoreihe | CC BY-SA 3.0 DE

 

In regelmäßigen Abständen veröffentlichen wir an dieser Stelle sowie auf dem YouTube-Kanal von jugend.beteiligen.jetzt ein neues Video, das Antworten und Praxis-Hinweise auf konkrete Frage- und Problemstellungen gibt: Wie kann ich am besten in die digitale Jugendbeteiligung einsteigen? Welche Tools eignen sich für welche Anwendungen? Wie navigiere ich mich durch den sprichwörtlichen Rechte-Dschungel?

 

Folge 1: „Wie digital sollte Jugendbeteiligung sein?“

 

 

jugend.beteiligen.jetzt – Folge 1 der Videoreihe | CC BY-SA 3.0 DE

 

In der ersten Folge unserer Videoreihe führen wir Euch in die digitale Jugendbeteiligung ein: Welchen Mehrwert bietet die digitale Jugendbeteiligung, wie funktioniert sie und worauf sollte man achten? Dabei geben wir praktische Tipps gegen erste Berührungsängste und klären die Frage, ob „digital“ immer die richtige Wahl ist.

  1. Auch digitale Jugendbeteiligung funktioniert über den persönlichen Kontakt zur Zielgruppe – durch Begegnung. Verknüpfen Sie dabei digitale und analoge Wege der Ansprache.
  2. Digitale Medien bringen viele Vorteile für Beteiligungsprojekte: Informationen können leichter bzw. schneller verbreitet und Projekte orts- und zeitunabhängig gestaltet werden.
  3. Binden Sie die Jugendlichen bereits in frühen Prozessschritten mit ein. Wichtig ist es hierbei, deutlich zu machen, an welchen Stellen sie mitentscheiden können.
  4. Haben Sie keine Angst vor digitalen Medien! Wenn Sie sich mit bestimmten Anwendungen nicht auskennen, lassen Sie sich diese von den Jugendlichen erklären.
  5. Wählen Sie die Projekttools entsprechend des Themas und der Zielgruppe aus. Tools, die Jugendliche bereits nutzen, haben mehr Potenzial, auch angenommen zu werden.

 

Folge 2: „Wie können Jugendliche motiviert werden, sich zu beteiligen?“

 

jugend.beteiligen.jetzt – Folge 2 der Videoreihe | CC BY-SA 3.0 DE

 

Im zweiten Teil unserer Videoreihe zeigen wir, wie Jugendliche zu digitaler Teilhabe motiviert werden können. Was gilt es da zu beachten?

  1. Suchen Sie das Gespräch mit Jugendlichen, um zu erfahren, was diese interessiert! Fragen Sie nach und schauen Sie, was Jugendliche in den sozialen Netzwerken liken und posten.
  2. Planen Sie Beteiligungsprojekte – wenn möglich – gemeinsam mit Jugendlichen, um deren Bedürfnisse und Themen aufnehmen zu können. So steigern Sie gleichzeitig die Motivation, sich zu beteiligen.
  3. Nutzen Sie sowohl analoge als auch digitale Wege, um Jugendliche auf Projekte aufmerksam zu machen. Klassische Printwerbung, Weiterempfehlungen und Social Media lassen sich sinnvoll kombinieren.
  4. Auch digitale Methoden benötigen Planungs-, Durchführungs- und Betreuungszeit. Das betrifft die richtige Auswahl von Bildern, die Wahl des passenden Hashtags sowie das Storytelling und die Interaktionen auf Social-Media-Plattformen.
  5. Bleiben Sie dran, wenn Sie Jugendliche für Ihre Beteiligung gewinnen möchten – online und offline! Auch digitale Jugendbeteiligung ist Beziehungsarbeit.

 

Folge 3: „Was ist bei der digitalen Kommunikation mit Jugendlichen zu beachten?“

 

jugend.beteiligen.jetzt – Folge 3 der Videoreihe | CC BY-SA 3.0 DE

 

In dieser Folge gehen wir der Frage nach, wie Ihr mit Jugendlichen im Gespräch bleibt und worauf man in der Kommunikation über digitale Kanäle achten sollte.

  1. Entscheiden Sie gemeinsam mit den Jugendlichen, welches Kommunikationstool am besten zu den jeweiligen Beteiligungsprozessen passt.
  2. Besprechen Sie zusammen, welche datenschutzfreundlichen Alternativen es zu den herkömmlichen Messengern gibt und wie Sie diese gemeinsam nutzen können.
  3. Falls einzelne Jugendliche Bedenken gegenüber einem speziellen Messenger haben, sollte die Verwendung dieser Apps nicht verpflichtend sein.
  4. Verabreden Sie gemeinsam Regeln für die Kommunikation miteinander, um z. B. „Sprechzeiten”, die Nutzung und Administration von Gruppen sowie die Nachrichteninhalte klar zu definieren.
  5. Nutzen Sie, falls möglich, zur sicheren Kommunikation ein Handy, das frei von privaten Daten ist. Über Multi-SIM-Karten können mehrere Handys mit der gleichen Handynummer genutzt werden.

 

Folge 4: „Wie passen Datenschutz und digitale Jugendbeteiligung zusammen?“

 

jugend.beteiligen.jetzt – Folge 4 der Videoreihe | CC BY-SA 3.0 DE

 

Der vierte Teil der Videoreihe beantwortet die Frage, wie der Datenschutz mit der digitalen Jugendbeteiligung zusammenpasst und worauf Sie in ihrem Projekt achten müssen.

  1. Die DSGVO dient dem Schutz all unserer Daten. Dank ihr ist das Thema Datenschutz wieder stärker in der öffentlichen Wahrnehmung vertreten. Kommen Sie mit den Jugendlichen ins Gespräch und versuchen Sie ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie wichtig das Thema ist!
  2. Bei allen Anwendungen und insbesondere bei Messengerdiensten sollte vorab bedacht werden, welche Daten erhoben und wie diese verarbeitet werden. Informieren Sie sich möglichst gemeinsam mit den Jugendlichen!
  3. Messengerdienste wie WhatsApp oder Social-Media-Plattformen wie Facebook können zur Kommunikation mit Jugendlichen im Rahmen eines Beteiligungsprozesses genutzt werden. Da der Einsatz jedoch nur sehr bedingt DSGVO-konform möglich ist, ist dies nur in Teilen zu empfehlen. Anwendungen, die ihren Hauptsitz in der Europäischen Union haben, sind eher mit den Regelungen der Datenschutzgrundverordnung vertraut und an sie gebunden. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrer Zielgruppe, welche Alternativen für alle gut nutzbar sind.
  4. Als Fachkraft können Sie nur unter bestimmten Voraussetzungen Mitglied einer WhatsApp-Gruppe von Jugendlichen sein. Die Gruppe muss von Jugendlichen angelegt sein und Sie dürfen keine personenbezogenen Daten verarbeiten. Zusätzlich dazu sollten Sie innerhalb dieser Gruppe keine Verantwortung – z. B. als Administrator*in – übernehmen.
  5. Um die Daten Jugendlicher in Jugendbeteiligungsprozessen nutzen zu können, bedarf es bei Personen unter 16 Jahren einer Einverständniserklärung der Eltern. Diese kann schriftlich oder elektronisch eingeholt werden. Achten Sie darauf, diese in einer klaren und einfachen Sprache zu formulieren und grenzen Sie die Einwilligung nur auf den entsprechenden Sachverhalt ein.

 

Folge 5: „Worauf muss ich beim Umgang mit Daten von Jugendlichen in Beteiligungsprojekten achten?“

jugend.beteiligen.jetzt – Folge 5 der Videoreihe | CC BY-SA 3.0 DE

 

In der fünften Folge unserer Videoreihe erklären wir, worauf man bei dem Umgang mit Daten von Jugendlichen in Beteiligungsprojekten achten muss.

  1. Personenbezogene Daten begegnen uns ständig in den verschiedensten Projekten. Es ist daher wichtig, ein Bewusstsein dafür zu schaffen und den Schutz dieser sensiblen Daten immer im Blick zu behalten. Sprechen Sie mit den Jugendlichen ganz offen über diese Themen.
  2. Sichern Sie sich ab, wenn es um den Gebrauch personenbezogener Daten geht. Nutzen Sie hierfür Einwilligungen für das Speichern und Verwenden der Daten der Teilnehmer*innen durch die Erziehungsberechtigten.
  3. Klären Sie vorab, wie die inhaltlichen Aussagen der Jugendlichen verarbeitet werden dürfen.
  4. Fotos und Videos können genutzt werden, um Projekte für die Öffentlichkeit zu dokumentieren. Doch achten Sie darauf, sich sowohl von den Teilnehmenden, als auch von dem/der Fotograf*in eine Einwilligung zur Nutzung einzuholen.
  5. Machen Sie den Jugendlichen deutlich, worauf sie selber achten müssen, wenn sie Fotos oder auch Videos in Beteiligungsprojekten machen und diese verschicken wollen. Nicht alles ist erlaubt.

 

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Sie suchen Antworten auf konkrete Fragestellungen? Bei der Umsetzung eines digitalen Beteiligungsvorhabens sind Sie auf ein Problem gestoßen, welches Sie nicht lösen konnten? Wir möchten davon erfahren und diesen Fragen in unserer Videoreihe nachgehen. Teilen Sie uns Ihre Fragestellungen aus der Praxis mit!