Empowerment

Was ist eigentlich ... Empowerment?

Das Wort Empowerment klingt schon so: „stark“. Kein Wunder, schließlich steckt ja auch das Wort Power (Kraft, Stärke) darin. Empowerment stammt aus dem Englischen und heißt auf Deutsch übersetzt Ermächtigung, Übertragung von Verantwortung.

Der Begriff stammt ursprünglich aus der amerikanischen Gemeindepsychologie und beschäftigt sich mit dem Erstarken von Menschen. Dabei umfasst er: 

  • Professionelle Konzepte, Maßnahmen und Strategien, die Menschen oder Gruppen dabei helfen, eigene Kräfte zu entwickeln und Potenziale zu nutzen. Sodass sie ein selbstbestimmtes Leben führen, sich um ihre Belange kümmern und sich z. B. in die Politik einbringen können.
  • Den Prozess der Selbstermächtigung. In dem sich Menschen selbst ihren Ressourcen bewusst werden und beginnen, diese gezielt einzusetzen. Sie führen ein selbstbestimmtes Leben, kümmern sich um ihre Belange und bringen sich z. B. in die Politik ein.

Unterdessen gibt es Empowerment-Konzepte in den verschiedensten Bereichen. Angefangen von Strategien in der sozialen Arbeit über Maßnahmen im neuen bürgerlichen Engagement bis hin zu Konzepten im Management. Dabei steht immer die Unterstützung von Menschen im Mittelpunkt: Sie sollen ihre eigenen Potenziale ausbauen und nutzen. Selbstverständlich müssen dafür nicht nur die Beteiligten gestärkt werden, sondern auch Strukturen geschaffen und Verantwortung oder Macht abgegeben werden.

Damit ist Empowerment ein Schlüsselwort in der (digitalen) Jugendbeteiligung: Junge Menschen sollen ermutigt werden, sich an politischen Prozessen und Entscheidungen zu beteiligen. Sie sollen ihre Potenziale erkennen und stärken. So haben z. B. viele Jugendliche erst bei einem Hackathon gemerkt, dass Basteln und einfaches Programmieren gut zusammengehen und Freude und Sinn darin gefunden. Sie sollen in die Lage versetzt werden, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und sich zu beteiligen.