ePartizipation

Was ist eigentlich ... ePartizipation?

In diesem Artikel wollen wir klären, was eigentlich ePartizipation bedeutet. Wir erklären auch, in welchem Zusammenhang die Begriffe „digitale Beteiligung“ und „Online-Beteiligung“ mit diesem Wort verbunden werden können. Bezeichnen sie ein und denselben Sachverhalt – können also synonym verwendet werden – oder gibt es Unterschiede, die sie voneinander abgrenzen?

Fangen wir an:

  • Partizipation stammt ursprünglich aus dem Spätlateinischen (participatio) und hat laut Duden folgende Bedeutungen: teilhaben, teilnehmen. Damit ist es ein Synonym für Beteiligung.
  • E steht für elektronisch. Hierbei liegt der Knackpunkt weniger auf der Elektronik, sondern eher bei dem Internet. ePartizipation bezeichnet demzufolge alle onlinegestützten Verfahren, die eine altersunabhängige Beteiligung von Bürger*innen am politischen Entscheidungsprozess ermöglichen.
  • Digitale Beteiligung meint Partizipation mithilfe von digitalen Medien und Geräten. Hier können digitale Kameras genauso zum Einsatz kommen wie Filmschnittprogramme oder Computerspiele.
  • Online bedeutet mit dem Internet verbunden zu sein. Online-Beteiligung meint somit, über das Internet an politischen Entscheidungen mitzuwirken.

Wir sehen also, dass sich die drei Begriffe im Wesentlichen mit dem gleichen Thema beschäftigen: Die Beteiligung (von Kindern und Jugendlichen) an politischen Entscheidungen und Prozessen mittels moderner Kommunikations- und Informationstechnologien. Wobei der Begriff der digitalen Partizipation weiter gefasst ist und den Fokus auf die Verwendung digitaler Programme bzw. Geräte legt. Internet/Online ist in diesem Fall nur ein Teil der Beteiligung. Trotzdem zeigen die Erfahrungen, dass reine ePartizipation/Online-Beteiligung in den wenigsten Fällen funktioniert: Es braucht immer eine Mischung aus Online- und Offline-Aktivitäten – also auch physische Treffen. Eine gute Lösung ist ein Mix aus digitalen, computergestützten und analogen Aktivitäten.