Gaming

Was ist eigentlich … Gaming?

Mit Games sind Spiele gemeint, die Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene am Computer oder Laptop, am Smartphone oder Tablet oder der Konsole sowohl online als auch offline spielen. Games machen Spaß, sie ermöglichen das Eintauchen in andere (Phantasie-) Welten und bedeuten auch oft eine Auszeit vom Alltag. Viele Spiele werden nicht alleine gespielt, sondern in einer (Online-) Community mit anderen zusammen.

Es gibt viele verschiedene Arten von Games, zu denen bei Jugendlichen besonders beliebten zählen zum Beispiel Fortnite, Minecraft oder FIFA (JIM Studie 2018). Hier geht es um das Spielen miteinander und das Kreieren und Erschaffen eigener Welten. Besonders beliebt sind im Zusammenhang mit Games sogenannte „Let's Play“-Videos, in denen Gamerinnen und Gamer das Geschehen auf dem Bildschirm filmen und kommentieren und anschließend zum Beispiel auf YouTube bereitstellen.

Wegen ihrer lebensweltnahen und für Jugendliche spannenden Zugänge werden Games auch in der pädagogischen Arbeit eingesetzt. Denn neben Spaß haben können sie mit Games im Wettbewerb mit anderen ihr Geschick unter Beweis stellen, kognitive und motorische Fähigkeiten verbessern und ihre Teamfähigkeit und Kreativität fördern.

Was hat Gaming mit Beteiligung zu tun?

Gerade Games, die gemeinsam gespielt werden und Gestaltungsfreiräume lassen, eignen sich besonders gut für Beteiligungsprozesse. Denn mit Games, die von den User*innen selbst gestaltet werden können oder eine Plattform zur kreativen Auseinandersetzung bieten, wie z. B. Minecraft, können vielfältige Themen auf interaktive, kreative Weise bearbeitet werden.

Eine große Chance in der Verbindung Games und Beteiligung ist, dass Jugendliche als Expert*innen eingebunden und gefragt werden. Sie kennen sich bestens mit ihren Spielen aus und haben Lust, sich einzubringen, ganz besonders, wenn Formen und Orte für die Bearbeitung ihrer Ideen genutzt werden, mit denen sie vertraut sind. So werden aus Minecraft-Spieler*innen zum Beispiel Expert*innen für die Bauplanung und Sozialraumgestaltung.

Was sind Beispiele für Games und Beteiligung?

Die Junge Akademie Wittenberg hat mehrere Spiel- und Projektideen entwickelt, die auf dem Onlinespiel Minecraft basieren: Mit Minetest können eigene Welten erbaut werden, in denen verschiedenste Schwerpunkte gesetzt und damit verschiedene Auseinandersetzungen geschaffen werden, wie z. B. Gebäude aus unterschiedlichen Zeiten und Kulturen zu bauen, lebenswerte und lebensfeindliche Umgebungen zu schaffen, oder über die Stadt der Zukunft nachzudenken. Im Wettbewerb „Die faire Stadt der Zukunft“ haben sich Jugendliche mithilfe von Minecraft Gedanken zu Themen wie Wohnen, Bildung und Kultur in Zukunft gemacht und ihre Zukunftsstadt gebaut.

CC BY 4.0 / Kristin Narr