Werkzeuge

Was sind eigentlich … Werkzeuge?

Werkzeuge kennt eigentlich jede*r – meistens aus der Garage: Hammer, Säge, Schraubenschlüssel oder Wagenheber. Auch ein Stift ist ein (Schreib-)Werkzeug. Ein Werkzeug beschreibt demnach einen Gegenstand, der dem Menschen dabei hilft, bestimmte Tätigkeiten auszuführen. Neben diesen analogen Werkzeugen gibt es auch Werkzeuge für und in digitalen Kontexten, oft digitale Werkzeuge, manchmal auch Tools, genannt.

Digitale Werkzeuge sind Anwendungen, Apps oder Programme, die Menschen digitalbasiert bei einer Tätigkeit unterstützen. Sie können bei der Gestaltung des (Arbeits-)Alltags helfen, indem sie bei der Organisation von (Arbeits-)Abläufen und bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung von z. B. Veranstaltungen unterstützen oder der Zusammenarbeit zwischen mehreren Personen dienen.

Digitale Werkzeuge setzen zwar fast immer die Nutzung eines PCs, Laptops, Tablets oder Smartphones voraus, benötigen aber nicht immer auch eine Internetverbindung:

  • Webbasierte Online-Werkzeuge funktionieren nur mit einer Internetverbindung, ermöglichen so aber jederzeit den Zugriff von verschiedenen Geräten oder das gleichzeitige Bearbeiten eines Dokumentes mit mehreren Personen. Die Plattformen, Dokumente etc. befinden sich hier nämlich nicht lokal auf einem Gerät, sondern auf externen Servern und in einer Cloud, auf die von überall her zugegriffen werden kann.
  • Manche digitalen Werkzeuge lassen sich direkt auf einem Computer installieren und können auch offline genutzt werden. Sie können dabei den Einzelnen gut unterstützen, funktionieren aber nicht so gut für gemeinsame, synchrone Tätigkeiten, weil nur einer beispielsweise die Dokumente auf dem eigenen Computer hat und andere nicht gleichzeitig darauf zugreifen und mitarbeiten können.

Warum sind digitale Werkzeuge für Jugendbeteiligung sinnvoll?

Genau wie die Organisation des Alltags (geteilte Kalender, To-Do-Listen und Erinnerungen) können digitale Werkzeuge auch einen Beteiligungsprozess unterstützen. Zum einen können sie Vorteile bringen, indem sie Abläufe, Abstimmungen und kooperative Arbeitsformen ermöglichen und oft vereinfachen, zum anderen muss Jugendbeteiligung auch digital gedacht werden, wenn sie zeitgemäß sein und an die Lebenswelt und Gewohnheiten der jungen Menschen anknüpfen soll.

Gründe für den Einsatz digitaler Medien in der Jugendbeteiligung können folgende sein:

  • Beteiligung wird unabhängig von Ort und Zeit möglich.
  • Prozesse können dokumentiert und abgebildet werden. Das sorgt für mehr Transparenz.
  • Entscheidungen, die aus dem Beteiligungsprozess hervorgehen, werden nachvollziehbar.
  • Ein zielgruppenorientiertes Vorgehen, und damit die Nutzung von Jugendmedien, erleichtert die Ansprache der Jugendlichen.
  • Die niederschwellige Form der Beteiligung macht politisches Engagement leichter.
  • Ein digitaler Ort für Beteiligung lässt sich leicht mit anderen Online-Medien verbinden und so bekannter machen.

Digitale Werkzeuge können einen Beteiligungsprozess erfolgreich machen, wenn die Auswahl der Werkzeuge sinnvoll gewählt ist und sie im Bezug zum Thema stehen. Eine willkürliche Nutzung von Werkzeugen unterstützt das Verfahren nicht. Werkzeuge sollten unter Berücksichtigung der Teilnehmenden sowie der Art des Prozesses gewählt sein. Für die Jugendbeteiligung sind es vor allem Werkzeuge, die Abstimmungen, Umfragen, das Sammeln von Ideen und Meinungen, Online-Diskussionen unterstützen und Feedback ermöglichen.

CC BY 4.0 / Kristin Narr